Neue „Bahnen“ für’s Gehirn

Neue „Bahnen“ für’s Gehirn

Neue „Bahnen“ für’s Gehirn

 

Wie Du unter BrainGym® nachlesen kannst, gibt es einige Balancen in dieser Kinesiologiemethode. Zwei davon nennen sich „Bahnungen“.

Es gibt die sogenannte Dennison Lateralitätsbahnung (=Balance für die Körperbewegung). Lateralität bedeutet „Seitigkeit“, also die Symmetrie (bzw. Asymmetrie) bei paarig angelegten Organen. Wie und ob überhaupt die beiden Gehirnseiten (Hälften) als eigenständig zu betrachten sind, ist in der Wissenschaft umstritten (wie so viele Dinge).

Beide Seiten arbeiten zu jeder Zeit (keine Seite ist inaktiv), jedoch manchmal in einem unausgeglichenen Verhältnis bzw. kann man unter Stress nicht bewusst auf eine gewünschte Eigenschaft einer der beiden Hälften zugreifen. Bei der Lateralitätsbahnung werden zur Aktivierung von wichtigen Hirnarealen sogenannte Überkreuzbewegungen (=gegengleich, also z.B. linkes Bein und rechter Arm), homolaterale Bewegungen (=gleichseitig, also z.B. linkes Bein und linker Arm) kombiniert mit einer kinesiologisch ausgetesteten Augenstellung (Blickrichtung) sowie Zählen und Summen oder auch Brummen.

Wer das nun liest kann sich schon denken, dass dies Schwerstarbeit für unser Hirn bedeutet. Ziel ist nicht die schnellste Abhandlung all‘ dieser genannten Aktivitäten, sondern die langsame, bewusste und integrierende bzw. lernende Durchführung der Übungen, damit das Gehirn „lernen“ bzw. verknüpfen kann.

In einer Studie konnte ein durch die Lateralitätsbahnung gesteigertes kognitives Tempo nachgewiesen werden (Download). Kognition ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff, beinhaltet aber das Aufnehmen und Verarbeiten von Informationen, aber auch Wahrnehmen, Denken, Lernen, Erinnern.

Neben der Lateralitätsbahnung gibt es auch noch die Bahnung der drei Dimensionen Links/Rechts, Oben/Unten und Vorne/Hinten (= Balance für die Herausforderungen des Alltags). Diese Bahnung funktioniert in ihren Grundzügen vergleichbar mit der Lateralitätsbahnung, jedoch wird sie im Liegen durchgeführt. Und gerade dieser Umstand macht einen großen Unterschied, da zwar im Liegen die Schwerkraft noch immer ihr Werk vollbringt, aber auf eine „gefühlte“ andere Weise.

Die Übungen sehen komisch aus – helfen aber 🙂

 

Eine wichtige Anmerkung von mir:

In vielen Untersuchungen wird die Wirkung von BrainGym® widerlegt. Wer sich die Methodik der durchgeführten Studien jedoch durchliest, findet oftmals eine pauschale Anwendung der Methoden oder eine Übungsauswahl ohne vorherige Kontrolle auf das sogenannte „PACE “ (=eine Art vorbereitender Testablauf) bzw. eine fehlende kinesiologische Austestung, ob die gewählte Methode überhaupt zur jetzigen Zeit und zur „Korrektur“ des vorherrschenden Problems geeignet ist bzw. zur Erreichung des Zieles überhaupt hilfreich ist.

Unser Gehirn kann nicht zu jeder Zeit und bei jedem „Problem“ oder auch gesetztem Ziel durch eine beliebige Balancemethode „korrigiert“ werden. Darum ist die kinesiologische Austestung der anzuwendenden Methode/Übung auch so wichtig, da unser Gehirn nur jener Methode/Übung „zustimmen“ wird, die es zur Erreichung des Zieles bzw. Lösung des Problems benötigt und welche zum jetzigen Zeitpunkt auch eine Wirkung hat. Ansonsten ist es ein Schuss ins Leere.

Als kleine Denkanstöße:

  • Ich kann auch nicht mit der Integralrechnung beginnen, wenn ich noch keine Zahlen kenne.
  • Wenn unser Körper einen Magnesiummangel hat, hilft eine Aspirin-Tablette auch nicht unbedingt.
  • Jede Kinesiologiebalance sollte unter einem formulierten Ziel (oder auch neurologischer Aktivierung eines Stresses oder Problemes) stehen oder durchgeführt werden. Vergleiche es damit: Wenn unser Körper keinen Vitamin C Mangel hat (=fehlendes Ziel), brauche ich auch keine Vitamin C haltigen Nahrungsmittel bewusst-vermehrt aufnehmen.
Christian_Kolb

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