Geistige Sekundärinfektion

Geistige Sekundärinfektion

 

Was meine ich mit geistigen (oder auch gedanklichen) Sekundärinfektionen?

Ganz einfach: Einschränkende (negative) Glaubenssätze!

Laut Doc Check Flexikon ist eine Sekundärinfektion folgendermaßen definiert: „[…] ist eine Infektion, bei der ein weiterer Krankheitserreger einen Organismus befällt, in dem bereits eine Infektion („Primärinfektion“) mit einem anderen pathogenen [Anm.: krankheitsverursachend] Mikroorganismus vorliegt.“

Einschränkende Glaubenssätze entstehen meist als Resultat (daher „sekundär“) gemachter (negativer) Erfahrungen (diese würden die Primärinfektion darstellen). Dabei müssen diese Erfahrungen nicht selbst gemacht werden, denn Denkweisen können auch vererbt sowie ohne eigene Erfahrung von anderen Menschen übernommen werden (z.B. von den Eltern). Sie stellen einen Lösungsansatz unseres Unbewussten dar, um mit vergleichbaren, zukünftigen Situationen/Erfahrungen im weiteren Leben (vermutlich) umgehen zu können.

Als Beispiel: Ein Kind wird in der Schule ausgelacht, weil es vom Lehrer aufgrund einer Frage als dumm dargestellt wird. Nun kann passieren, dass folgende negative Glaubenssätze verinnerlicht werden: „Ich bin dumm.“, „Wenn ich Unwissenheit zeige, werde ich nicht ernst genommen.“ oder auch „Ich darf keine Schwächen zeigen.“. Und diese Denkweisen begleiten uns oftmals bis ins hohe Alter oder sogar bis ans Lebensende!

Weitere Beispiele einschränkender Glaubenssätze:

– „Ich muss perfekt sein.“ (bzw. generell die inneren Antreiber -Link-)

– „Ich kann mich nicht auf andere verlassen.“

– „Ich werde niemals…“

– „Ich werde Mathematik nie checken.“

– „Ich bin unfähig.“

– „Nur wer Geld hat ist glücklich.“

– „Ich bin eine Enttäuschung.“

– „Emotionen zeigen ist eine Schwäche.“

– „Liebe ist schmerzhaft.“

– „Je weniger ich von mir zeige umso besser.“

 

Glaubenssätze (Glaubensmuster) sind also Denkweisen, deren „Wahrheitsanspruch unumstößlich ist“. Dies bedeutet, dass man an den Wahrheitsgehalt dieses Glaubenssatzes bzw. dessen Inhalt glaubt („Ja, das glaube ich!“). An einen Glaubenssatz zu glauben ist nicht schlecht, vorausgesetzt, es handelt sich um einen freimachenden (positiven) Glaubenssatz (z.B. „Ich verdiene es, glücklich zu sein.“ oder auch „Ich bin es wert, mit Anstand behandelt zu werden.“ oder „Ich lebe frei und selbstbestimmt.“).

Glaubensmuster sind vergleichbar mit dem aus der Sozialpsychologie bekannten Dogmatismus (=“Konstrukt für ein relativ geschlossen organisiertes System von Aussagen über die Wirklichkeit, die geglaubt oder angezweifelt werden.“)


In jedem von uns gibt es unterschiedliche einschränkende Glaubenssätze. Welche freimachenden Glaubenssätze Sie benötigen, wissen nur Sie selbst!

 

Löschen wir Ihre einschränkenden Denkweisen und verankern freimachende Glaubenssätze. Es lohnt sich!

 

Posted on: 8. Februar 2018Christian_Kolb