Aufschieberitis – Prokrastination

Aufschieberitis – Prokrastination

 

Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb Sie Arbeiten oder Angelegenheiten, die eigentlich einfach und schnell zu erledigen sind, immer wieder aufschieben?

Aufschieberitis hat einen wissenschaftlichen Namen, nämlich Prokrastination (= Definition laut Wikipedia: „[…] auch extremes Aufschieben, ist eine Arbeitsstörung, die durch ein nicht nötiges Vertagen des Arbeitsbeginns oder auch durch sehr häufiges Unterbrechen des Arbeitens gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen der Aufgaben gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt. Dies geht fast immer mit einem beträchtlichen Leidensdruck einher.“)

 

„Morgen…

  • zahle ich die Rechnung ein.“
  • beginne ich mit der Arbeit.“
  • mache ich die Arbeit fertig.“
  • beginne ich zu lernen.“
  • mach ich es anders als heute.“
  • räume ich das Zimmer zusammen.“
  • melde ich mich bei der möglichen Arbeitsstelle.“
  • gebe ich die Arbeit ab.“
  • gehe ich zum Arzt.“
  • besuche ich meine Eltern.“

 

Aufschieberitis hat meist etwas mit negativen Gefühlen zu tun, die wir durch das Verschieben vermeiden möchten. Wie alle negativen Gefühle oder Glaubenssätze haben wir auch diese irgendwann einmal in unserem Leben erlernt und in unserem „System“ verankert.

Was könnte dahinter stecken?

Vielleicht Perfektionismus?
Ein innerer Antreiber, wie ich ihn hier (Link) schon einmal angesprochen habe.

„Wenn eine Sache nicht zu 100% (perfekt) erledigt werden kann, wie ich es mir vorstelle, fange ich erst gar nicht an.“

Es kann sich dabei um reale/tatsächliche Gründe handeln, z.B. dass mir noch das nötige Werkzeug fehlt oder dass ich die ganze Aufgabe auf einmal erledigen will und für diese „Monsteraufgabe“ zu wenig Zeit ist.

Vielleicht sucht man aber auch Ausreden oder Lügen. „Ich habe Kopfschmerzen, das geht heute nicht!“. Diese Kopfschmerzen können ganz real sein und einen (strukturellen oder biochemischen) Grund haben, möglicherweise haben sie aber als Ursache den Perfektionismus!?

Vielleicht Angst vor Kritik oder Tadel
Wenn man Angst hat, eine Aufgabe nicht so erledigen zu können, wie es jemand anderer erwartet (z.B. die Eltern, der Chef, ich selbst), schiebt man die Erledigung so lange auf, bis es sich nicht mehr aufschieben lässt, denn irgendwann muss sie erledigt werden (im Normalfall, wenn sich nicht jemand anderer schon darum bemüht hat, aber diese Erwartungshaltung ist wieder ein ganz anderes Problem). Das Ergebnis wird oft nur suboptimal sein und meist wird ein Entschuldigungsgrund vorgegaukelt (z.B. Zeitdruck).

 

Listen und Pläne schreiben?

= der vermeintliche 08/15 Tipp. Eigentlich eine tolle Idee ABER, dabei ergeht es uns meist wie bei den Neujahrsvorsätzen und man scheitert trotzdem an der Umsetzung, denn die Ursache ist mit Vorsätzen, Listen und Plänen nicht „bekämpft“!

Oft denkt man dann:

– „Ich glaube eh‘ nicht, alles auf der Liste heute erledigen zu können“.

– „Wie soll das in dieser Zeit funktionieren, da kann ich nichts Perfektes abliefern“.

– „Naja, die Liste ist jetzt auch zeitlich sehr streng – wenn’s blöd hergeht, verschiebt es sich halt wieder ein wenig“.

– „Was soll ich dann sonst tun, wenn ich das so schnell erledige bzw. fertig habe?“

 

Kinesiologie und Meridianklopftechniken können auch hier wieder helfen, die Ursache(n) und das dahinterliegende Glaubenssystem zu entlarven, die Emotionen zu entstressen und als Unterstützung für die Entwicklung Ihres Potenziales dienen.

Posted on: 7. Februar 2018Christian_Kolb